Nightlife vs. Nightmare

Fourbeats im Hallverbot

Es ist gegen 1:00, also Zeit für den Club. Die Witterungsverhältnisse sind halbschön und das Gesamtbehagen pharmazeutisch anidealisiert. Im Grunde spricht nichts gegen eine gelungene Nacht – wären da nicht ein paar Punkte, die immer wieder dagegen sprechen und einen gewissen Nervfaktor mit sich bringen. So oder so ähnlich beginnt für nicht wenige Raver der Schrecken der Nacht und hier würde es einigen Clubs gut stehen, ein wenig zu korrigieren. Das übrigens auch aus wirtschaftlichen Erwägungen. Was für eine Weile »Style« ist, kann nämlich schon morgen als Mist empfunden werden.

Musikmarketing im Netz

Musikmarketing: An den richtigen Knöpfen drehen.

Wo jeder kann, ist jeder da. Das Internet ist voll. Jedes Genre ist vertreten. Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Hörer gilt es, dort entdeckt zu werden. Auf Websites von Künstlern, Bandcamp, Youtube und Soundcloud werden täglich unzählige neue Tracks veröffentlicht. Angesichts der Masse der Veröffentlichungen ist die Geschichte von der zufälligen Entdeckung allerdings ein Märchen. Niemand bringt die Zeit auf, sich durch die kaum noch greifbare Menge an Veröffentlichungen zu hören. Gezieltes Musikmarketing im Netz hilft weiter. Hier ein paar Tipps.

Abgehört: Die »Baller-Box«

Anker Boombox

Thomas hockt vor seiner Anlage zwischen den Heco-Boxen vor seinem Onkyo-Plattenspieler, der sein Signal an den Klotz von Marantz abgibt, der seinerseits die Boxen füttert. Es ist laut, gut laut und klar laut. Wir schreiben das Jahr 1998. Abgehört wurde der Input vermutlich mit einem Auratone. Das Abhören mit einem simplen Lautsprechersystem in Mono gehörte immer zum dann hoffentlich guten Ton.

1000 Tage Techno

1000 Tage Techno

Lesen bildet, hören auch. Da eine ohrfixierte Crowd wohl lieber hört, gibt es seit dem 10. August einen Podcast von Jürgen Laarmann, der laut eigenem Bekunden, präsentiert von »Berliner Pilsener« Rückschau hält. Wir fragen uns direkt: Was ist mit Sterni und Berliner Luft? Seis drum. Wir haben mitgehört.

Marketing aus der Hüfte

Wir leben im Überfluss und wo dieser besteht, ist es gar nicht so einfach, Interessenten zu finden. Das gilt für Autos, Mode, Küchenmaschinen und auch für Musik. Ob einem das nun gefällt oder nicht. Nun ist nicht davon auszugehen, dass die Masse derer, die Musik produzieren, über umfassende Budgets verfügt, um die Crowd zu erreichen. Wie also vorgehen? Hier einige Tipps zum Thema Marketing.

Dreck am Finger – der iPhone-Musikant

Waldorf Rocket

Eine Seuche schlägt immer unerbittlicher zu – das iPhone (Alternativ auch Android-Geräte in Form von Smartphones und Tablets.). Bislang Teil eines jeden ernsthaften Geräte-Tests: Die Art und Verbauung von Fadern und Potentiometern; aus gutem Grund, bilden diese doch die möglichst hochauflösende und haptisch formvollendete Benutzerschnittstelle. Diese ist auf dem Rückzug. Die Rumwische- und grabbelei auf dem Display erreicht auch die Musikproduktion.

Die Snare

Die Snare ist eine Diva. Während sich die meisten Midiklicker mit der Kick noch relativ einfach anfreunden können, ist die Snare zuweilen doch etwas zickiger im Umgang. Das ist jedenfalls dann so, wenn sie nach etwas klingen und nicht nur mager rumscheppern soll. Aber keine Bange – da lässt sich was machen.

Kick it

Die Sache mit der Durchschlagskraft: Fett soll sie sein und knallen. (Ist ja gut.) Die Wege, um ans Ziel zu gelangen, sind vielfältig und hängen von der verwendeten Kick ab. Schön an der Kick ist, dass ein wenig »Definition« oftmals schon ausreicht, um ihr mehr Druck mitzugeben. Faustregel: Low Shelf anheben, alles unterhalb von 30 Hz in den Orkus, damit die Kick nicht verdröhnt. Zwischen 100 und 200 Hz leicht anheben, um 300 Hz herausfiltern. Das war es manchmal schon.