Die Sache mit der Durchschlagskraft: Fett soll sie sein und knallen. (Ist ja gut.) Die Wege, um ans Ziel zu gelangen, sind vielfältig und hängen von der verwendeten Kick ab. Schön an der Kick ist, dass ein wenig »Definition« oftmals schon ausreicht, um ihr mehr Druck mitzugeben. Faustregel: Low Shelf anheben, alles unterhalb von 30 Hz in den Orkus, damit die Kick nicht verdröhnt. Zwischen 100 und 200 Hz leicht anheben, um 300 Hz herausfiltern. Das war es manchmal schon.

Von Anfang an

Kein Geheimnis: Garbage in - Garbage out. Drums, auch Kicks, sollten vor dem Gebrauch gestimmt werden. Das gilt auch für Samples. Die Kick wird auf den Grundton des Tracks gestimmt. Dann ist sie auch da.

Kompressor an

Auch die Kick verträgt einen Kompressor, wenn man ein paar Dinge beachtet. Entscheident ist, dass der Anschlag durchkommt. Bleibt nur ein Wummern übrig, ist das Ziel verfehlt. Das heißt: Der Attack sollte lang sein, mindestens 50 ms. Insgesamt sollte man mit dem Kompressor umsichtig vorgehen. Eine Kick ist schnell totkomprimiert. Zudem sollte das Verhältnis aus Anschlag und Bauch stimmen. Eine Ratio von 5 bis 8:1 bietet sich an.

Distortion, falls es noch nicht reicht

Distortion und Overdrive sorgen für zusätzliche Obertöne und verleihen der Kick mehr Durchsetzungskraft. Übertreibt man hier allerdings, ist der Sound auch schnell wieder dahin. Ein wenig Distortion hilft zudem »miesen« Abspielgeräten wie Handys, die Kick zumindest hörber zu machen.

Subkicks

Hier sind wir beim Layern angekommen. Gerade bei der Nutzung von eher bassschwachen Drums naht hier Hilfe in Form von Volumen. Einen Sinn ergibt dieser Effekt allerdings nur, wenn dem Track insgesamt Bass fehlt. Erreicht werden kann das, indem man einen Synthesizer mit einer Sinuswelle im Grundton eine Oktave tiefer spielen lässt. Thats it – und variabel bleibt man so auch.